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22. Juni 2020

Nach Autoverbot in der Innenstadt droht auch VP-Mickel in der Josefstadt mit Schikanen

Nachdem es von Seiten der Grünen nun Pläne gibt, die Innere Stadt autofrei zu machen, droht auch die schwarze Josefstädter Bezirkschefin Mickel mit Schikanen gegen die Autofahrer. So soll der 8. Bezirk zu einer gesamten 30er-Zone und ein Teil der Florianigasse dauerhaft zur Begegnungszone umgewandelt werden. „Das ist absurd und daher wird die FPÖ schärfstens gegen diese Pläne protestieren“, kommentiert der freiheitliche Stadtrat und Bezirksparteiobmann Maximilian Krauss das Vorhaben.

Allein der Umstand, dass die Josefstädter Straße eine Durchzugsstraße mit Straßenbahnverkehr ist, bedeutet, dass zumindest hier eine Ausnahme geschaffen werden müsste. Weitere Ausnahmen müsste es für die Alser- und die Lerchenfelderstraße geben, da diese ebenfalls Durchzugsstraßen sowie „Bezirksteiler“ sind. Zudem gilt in den meisten Querverbindungen im Bezirk ohnehin schon Tempo 30 und bereits vorhandene Bodenschwellen garantieren auch die Einhaltung des Tempolimits. „Ein vermeintlich flächendeckender 30er ist also kompletter Humbug“, kritisiert Krauss.

Auch die dauerhafte Begegnungszone der Florianigasse ab der Lederergasse sei an Schwachsinnigkeit kaum zu überbieten. „Eine Parallelgasse weiter befindet sich der Hamerlingpark mit Spielplatz und Hundezone. Um den Park herum gibt es zudem einen autofreien Raum, der genügend Platz bietet. Ebenfalls genügend Raum mit Liegeflächen und Sitzbänken findet sich auf der Grünfläche am Schlesingerplatz vor dem Amtshaus oder im Schönbornpark wenige Gehminuten weiter – wozu also noch eine Begegnungszone“, fragt Krauss, der hier Autofahrerschikanen und Parkplatzvernichtung ortet.

Um Verkehrsberuhigung zu schaffen und die Anrainer wirklich zu entlasten, fordert Krauss eine Evaluierung der Parkplatzsituation und echte Maßnahmen in diesem Bereich. „Es braucht beispielsweise eigene Motorrad-Stellflächen, damit Motorrad-Fahrer nicht ganze Parklücken verstellen. Auch die vielen, oftmals leeren Fahrradabstellplätze müssen evaluiert und auch wieder reduziert werden".

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